Warum ist in Deutschland die KFZ-Steuer für Benziner niedriger als für Diesel-Fahrzeuge?

Dieseltreibstoff wird mit einem hohen Prozentsatz bei Fahrzeugen des Transportbereichs und in der Landwirtschaft eingesetzt. Um die Unternehmen finanziell zu entlasten und konkurrenzfähig zu halten, ist nicht nur die Kfz-Steuer für Dieselfahrzeuge im Verhältnis niedriger als für Pkw, auch der Dieseltreibstoff wird subventioniert. Der Steueranteil liegt noch immer deutlich unter dem des Benzins, was die Preise an den Tanksäulen sichtbar widerspiegeln.

Kfz-Steuer – Diesel versus Benzin



Durch die sehr hohe Differenz zwischen dem Diesel- und Benzinpreis wurden Dieselfahrzeuge mit steigenden Lebenshaltungskosten auch für den Verbraucher interessanter. Trotz des deutlich höheren Anschaffungspreises hatte sich dieser bei einer Jahreskilometerleistung von ca. 20.000 km nach kurzer Zeit amortisiert. Um eine gewisse finanzielle Gerechtigkeit zu schaffen, wurde die höhere Kfz-Steuer für Diesel-Pkw eingeführt.

Mit der Änderung des Umweltbewusstseins änderte sich auch die Einstellung zu den Dieselfahrzeugen. Galten sie bis dato als sparsame Fahrzeuge, sind sie aufgrund ihres hohen Rußpartikelausstoßes inzwischen zu einem Umweltproblem geworden. Um bei Autofahrern den Anreiz zu schaffen, auf umweltfreundliche Fahrzeuge umzusteigen, wurde die Kfz-Steuer auch für Dieselfahrzeuge dem Schadstoffausstoß angepasst, sodass sich nur noch der Kauf eines emissionsarmen Dieselfahrzeuges rechnet. Lediglich der hohe Wiederverkaufswert und die günstigeren Dieselpreise sind geblieben, wobei geplant ist, den Dieselpreis Schritt für Schritt dem Benzinpreis anzugleichen.





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