
Die
Medizinisch-Psychologische Untersuchung ist seit Jahren im Kreuzfeuer der Kritiker. Die Gründe dafür sind vielfältig. Das Hauptargument ist jedoch, dass die MPU nicht transparent genug abläuft. Den Teilnehmern würde oft das Gefühl gegeben, sie wären der Willkür des Gutachters ausgesetzt.
Dieser entscheidet letztendlich darüber, ob man den Führerschein zurück bekommt oder nicht. Für viele Verkehrsteilnehmer ist ein Verlust des Führerscheins schmerzvoll, teilweise auch mit einem Jobverlust verbunden. Eine Fehlbeurteilung während der MPU kann daher gravierende Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen haben. Deshalb fordern Kritiker eine grundlegende Reform der MPU.
Vereine helfen bei Problemen mit der MPU
Es gibt von Verkehrsexperten verschiedene Meinungen für und gegen die MPU. Bereits Anfang 2010 sprach sich Peter Ramsauer (CSU) auf dem Verkehrsgerichtstag in Goslar für mehr Transparenz in den Gutachten aus. Auf der anderen Seite erklärte er, dass die MPU sehr sinnvoll sei und zu Recht abschreckend wirke.
Hilfe bekommen Betroffene, die sich ungerecht behandelt fühlen, von dem Verein BAF e.V. - Beratung und Aufklärung bei Führerscheinproblemen. Dieser Verein ist mit der größte in diesem Bereich. Er spricht sich ausdrücklich nicht gegen die MPU aus, sondern gegen die schlechte Informationslage für Betroffene. Beim BAF und weiteren Stellen dieser Art können Betroffene Hilfe erhalten.