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Arbeitslosengeld

Der Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht nur dann, wenn alle Anspruchsvoraussetzungen zur Gewährung von Arbeitslosengeld erfüllt sind. Für den Bezug von Arbeitslosengeld genügt es nicht, dass für einen Zeitraum von 360 Kalendertagen Beiträge an die Bundesagentur vor Arbeit entrichtet wurden. Für den Bezug von Arbeitslosengeld müssen die nachfolgenden Voraussetzungen gemeinsam erfüllt werden, um einen Anspruch geltend machen zu können.

Der Antragsteller muss arbeitslos sein und die Anwartschaftszeit muss erfüllt sein. Eine Regelanwartschaftszeit wird dann anerkannt, wenn der Antragsteller innerhalb der letzten zwei Jahre vor der Antragstellung und dem Beginn seiner Arbeitslosigkeit mindestens für zwölf Monate in einem versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis stand. Neben der Regelanwartschaftszeit wird unter gewissen Voraussetzungen auch die kurze Anwartschaftszeit anerkannt. Auch der Bezug von Kurzarbeitergeld oder Winterausfallgeld wird bei der Berechnung berücksichtigt. Die dritte Voraussetzung für den Bezug von Arbeitslosengeld ist die persönliche Meldung der Arbeitslosigkeit durch den Antragsteller.

Die Arbeitslosmeldung wird bereits als Antrag auf Leistungen angesehen. Diese Meldung muss spätestens am ersten Tag der Beschäftigungslosigkeit persönlich durch den Antragsteller bei der für ihn zuständigen Agentur für Arbeit erfolgen. Ein Antrag darf frühestens drei Monate vor Eintritt der Arbeitslosigkeit gestellt werden.

Dauer und Höhe des Anspruches auf Arbeitslosengeld

Die Dauer des Bezuges von Arbeitslosengeld richtet sich nach dem Lebensalter und danach, wie lange der Bezugsberechtigte innerhalb der letzten fünf Jahre arbeitslosenversicherungspflichtig war. Die Anspruchsdauer beträgt 6 Monate bei einem Versicherungspflichtverhältnis von mindestens 12 Monaten. Eine Anspruchsdauer von 12 Monaten ist bei einem Versicherungspflichtverhältnis mit einer Dauer von mindestens 24 Monaten gegeben. Diese beiden Beispiele stellen nur einen Auszug aus der entsprechenden Tabelle der Bundesagentur für Arbeit dar. Nach Vollendung des 50., 55. bzw. des 58. Lebensjahres gelten teilweise verlängerte Anspruchszeiten. Auch bei der kurzen Anwartschaftszeit gelten unterschiedliche Bezugszeiten.

Zur Bemessung des Arbeitslosengeldes wird ausschließlich auf das Arbeitsentgelt aus den versicherungspflichtigen Beschäftigungen innerhalb des Bemessungszeitraumes zurückgegriffen. Weitere Versicherungspflichtzeiten, etwa der Krankengeldbezug, wirken sich nicht auf die Bemessung des Arbeitslosengeldes aus. Der Bemessungszeitraum umfasst grundsätzlich die abgerechneten Entgeltabrechnungszeiträume, die innerhalb eines Jahres vor dem Entstehen des Anspruches entstanden sind. Liegen weniger als 150 Tage mit einem Anspruch auf Arbeitslosengeld innerhalb des Bemessungszeitraumes, wird das innerhalb der letzten zwei Jahre erzielte Arbeitsentgelt als Berechnungsgrundlage herangezogen. Kann auch dann keine Bemessungsgrundlage errechnet werden, wird die Berechnung anhand von vier Qualifikationsstufen fiktiv vorgenommen. Wurde bereits vor der Entstehung des aktuellen Anspruches Arbeitslosengeld im Rahmen eines höheren Bemessungsentgeltes bezogen, wird dieses bei der Neuberechnung des Anspruches zu Grund gelegt.