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Muss das Bafög zurückgezahlt werden?

Wer BAföG-Leistungen in Anspruch nimmt, ist grundsätzlich zur Rückzahlung des Darlehens verpflichtet. Schülerinnen und Schüler erhalten BAföG-Leistungen als Vollzuschuss. Sie sind zu keinerlei Rückzahlung der Förderungsleistung verpflichtet. Studierende hingegen müssen das zinsfreie Staatsdarlehen zurückzahlen. Die Rückzahlung der BAföG-Leistung betrifft somit ausschließlich Studierende an Hochschulen, Fachhochschulen und Akademien.

Bei der Rückzahlung des zinsfreien Staatsdarlehens sind wichtige Regeln zu beachten. Die Rückzahlung der BAföG-Leistung erfolgt an das zentrale Bundesverwaltungsamt in Köln. Das Amt unterrichtet den Darlehensnehmer nach 4 1/2 Jahren über die Gesamthöhe des Darlehens und über die Höhe der Raten. Der Bescheid bezüglich der Rückzahlung der Förderleistung ist bindend. Zugleich informiert das Bundesverwaltungsamt über den Termin der ersten Rückzahlungsrate. Die BAföG-Leistung erfolgt grundsätzlich als zinsloses Darlehen. Sollte es bei der Rückzahlung der Förderleistung zu einem Zahlungsrückstand kommen, wird die gesamte Restschuld mit 6 v.H. verzinst. Die Rückzahlung der BAföG-Leistung erfolgt in der Regel per Lastschrifteinzugsverfahren. Es soll jeweils die Summe von 3 Einzelraten, wobei die monatliche Rückzahlungsmindestrate zurzeit 105 Euro beträgt, in einer Überweisung entrichtet werden.

Rückzahlung der BAföG-Leistung: Beginn und Zeitraum

Die Rückzahlung der BAföG-Leistung beginnt 5 Jahre nach dem Ende der Förderungshöchstdauer. Die Rückzahlung der erhaltenen BAföG-Leistung muss binnen 20 Jahren erfolgen.

BAföG – Darlehen oder Zuschuss?

In Zusammenhang mit den Modalitäten zur Rückzahlung sind die Förderungsarten im Rahmen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes von besonderem Interesse. So ergibt sich aus der jeweiligen Förderungsart, ob und in welchem Umfang das BAföG zurückgezahlt werden muss. Wie bereits erwähnt, wird Schülern das BAföG als Vollzuschuss gewährt, weshalb keine Rückzahlung der betreffenden Leistungen erforderlich ist.

Beim sogenannten Schüler-BAföG handelt es sich um einen Vollzuschuss, für Studierende, die Anspruch auf BAföG haben, gilt dies dahingegen nicht. Wer als Student Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz beantragt und bewilligt bekommt, muss sich somit vor Augen führen, dass das Studium gewissermaßen mit Schulden verbunden ist. Diesbezüglich muss man jedoch hervorheben, dass lediglich die Hälfte der Förderung ein Darlehen darstellt, wobei dieses unverzinslich ist. Die andere Hälfte bildet einen Zuschuss und muss nicht zurückgezahlt werden. Verallgemeinernd kann man also sagen, dass Studierende später nur die Hälfte des erhaltenen BAföG zurückzahlen müssen.