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Wo kann man Sozialhilfe beantragen?

Wenn man eine Bedürftigkeit bei sich feststellt, stehen viele Menschen vor der Frage, wo sie überhaupt Sozialhilfe beantragen müssen. Die Arbeitsagenturen oder die ARGE sind für diese finanzielle Unterstützung nur dann zuständig, wenn man zumindest theoretisch in der Lage wäre, eine Arbeit aufzunehmen. Neben einer Grundsicherung erhält man dann auch Hilfe bei der Arbeitssuche oder der Weiterbildung. Wenn man keine Möglichkeit hat, eine Arbeit aufzunehmen, dann ist in den meisten Fällen die Gemeinde für die Hilfe zuständig.

Hier kann man Sozialhilfe beantragen

Die meisten Menschen, die Anspruch auf eine Grundsicherung haben, werden den Weg zur Kommune einschlagen müssen. Diese sind in den meisten Fällen der passende Ansprechpartner, wenn man Sozialhilfe beantragen möchte. Das Sozialamt ist verpflichtet, Anträge auf Grundsicherung anzunehmen. Man kann seinen Antrag auch per Einschreiben an die Behörde senden. Eine Kopie sollte man sich aber machen. Ein wenig anders sieht es aus, wenn man zum Beispiel aus einer Behinderung heraus Sozialhilfe beantragen möchte. Dann sind nicht die Kommunen, sondern bestimmte Landesverbände für die Unterstützung zuständig. Welcher Landesverband das ist, kann man ebenfalls beim örtlichen Sozialamt erfahren. Das ist nämlich in jeder Region unterschiedlich.

Wer kann Sozialhilfe als Hilfe zum Lebensunterhalt beantragen?

Eine Inanspruchnahme von Sozialhilfe setzt stets voraus, dass der Bedürftige alle anderen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausgeschöpft hat und sich in einer wirtschaftlichen Notlage befindet. Daraus ergibt sich der Umstand, dass Menschen, die einerseits ihren Lebensunterhalt nicht aus ihrem Einkommen oder Vermögen bestreiten können und andererseits über keine Leistungsberechtigung nach dem SGB II verfügen, Anspruch auf Sozialhilfe haben. Grundsätzlich handelt es sich dabei immer um eine nachrangige staatliche Unterstützung.

Wer von diesem Anspruch Gebrauch machen und Sozialhilfe beantragen möchte, muss neben dem betreffenden Antrag, der auch online als Formular abrufbar ist, noch die folgenden Unterlagen in Kopie beifügen:

  • Kontoauszüge der vergangenen drei Monate
  • Personalausweis
  • aktuelle Betriebs- und Heizkostenabrechnung
  • Mietvertrag und gegebenenfalls Bescheid bezüglich einer Mieterhöhung
  • etwaiger Schwerbehindertenausweis
  • Einkommensnachweise
  • Vermögensunterlagen
  • Jobcenter-Einstellungsbescheid
  • Einstufung beim Energieversorger

Der gewöhnliche Aufenthalt in Deutschland muss im Zuge dessen ebenfalls nachgewiesen werden, was üblicherweise anhand des Mietvertrages oder des Personalausweises erfolgen kann. Ausländer müssen im Rahmen des Sozialhilfe-Antrags zudem eine Aufenthaltsgenehmigung vorweisen können.