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Wie wird der Regelsatz der Sozialhilfe berechnet?

Sozialhilfe, in der Amtssprache als Grundsicherung bezeichnet, soll Personen helfen, ihre Existenz mit einer kleinen Mietwohnung und dem Nötigen an Lebensmitteln und Kleidung zu sichern. Der Sozialhilfe Regelsatz orientiert sich deshalb nicht am gewohnten Lebensstandard oder an der Höhe der Miete, die man für seine Wohnung zahlen muss. Er setzt sich zusammen aus den Regelleistungen, die einem nach dem Sozialgesetzbuch zustehen, dem möglichen Mehrbedarf und Sonderleistungen, die man unter Umständen in Anspruch nehmen kann. Damit alle Bedürftigen gleichberechtigt behandelt werden, gilt in ganz Deutschland derselbe Sozialhilfe Regelsatz, der im Jahr 2010 351 Euro betrug. Mehrbedarf und Sonderleistungen werden individuell berechnet.

So setzt sich der Sozialhilfe-Regelsatz zusammen

Der Sozialhilfe Regelsatz ist für alle Bedürftigen gleich, solange sie die Voraussetzungen für die Grundsicherung erfüllen. Da unter bestimmten Voraussetzungen dieses Geld nicht ausreicht, haben bestimmte Personengruppen aber die Möglichkeit, die Regelzahlungen aufzustocken. Frauen, die in fortgeschrittener Woche schwanger sind, Rentner, Alleinerziehende und Kranke, die besondere Ernährung benötigen, erhalten einen festgelegten Prozentsatz vom Sozialhilfe Regelsatz als zusätzlichen Mehrbedarf. In Ausnahmefällen können auch noch Sonderleistungen, so zum Beispiel für Essen auf Rädern, gewährt werden. Hierfür gibt es aber keine bestimmte Höhe – die Beträge werden individuell festgelegt.

Die Regelbedarfe der Sozialhilfe im Überblick

Eine konkrete Berechnung der Sozialhilfe findet im Einzelfall nicht statt, da sich die Leistungen zur Hilfe zum Lebensunterhalt an festgelegten Sätzen orientieren. Wie hoch die staatliche Unterstützung ausfällt, hängt somit von den Anspruchsvoraussetzungen des Leistungsempfängers sowie vom anrechenbaren Vermögen und Einkommen ab. Zunächst wird an entsprechender Stelle geprüft, ob ein Leistungsanspruch besteht. Ist dies der Fall, greifen die folgenden Regelbedarfe gemäß SGB II und SGB XII (Stand 2015):

  • Regelbedarfsstufe 1 für alleinstehende Personen: 399 Euro
  • Regelbedarfsstufe 2 für Bedarfsgemeinschaften und Paare: 360 Euro
  • Regelbedarfsstufe 3 für erwachsene Personen, die im Haushalt anderer leben: 320 Euro
  • Regelbedarfsstufe 4 für Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren: 302 Euro
  • Regelbedarfsstufe 5 für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren: 267 Euro
  • Regelbedarfsstufe 6 für Kinder unter 6 Jahren: 234 Euro

Aus dem jeweilig geltenden Regelbedarf ergibt sich die Höhe der Sozialhilfe, wobei gegebenenfalls noch Mehrbedarfe den Leistungsbezug erhöhen können. Zentrale Aufgabe der Regelsätze ist die Sicherstellung der Grundsicherung.