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Wo sind die Unterschiede zwischen Sozialhilfe und ALG 2?

Unterschiede zwischen Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II gibt es einige. Arbeitslosengeld 2 ist in seiner Form nur zu bekommen, wenn man grundsätzlich in der Lage wäre, einer Arbeit nachzugehen. Die Sozialhilfe hingegen ist die Grundsicherung. Einer der markantesten Unterschiede zwischen Sozialhilfe und Arbeitslosengeld ist demnach, dass die Grundsicherung geleistet wird, wenn man nicht in der Lage ist, einer Arbeit nachzugehen. Das ist in erster Linie dann der Fall, wenn gesundheitliche Voraussetzungen, aber auch die Kinderbetreuung dies verhindern. Das Arbeitslosengeld 2 hingegen wird denjenigen gewährt, die nur eine Zeit der Arbeitslosigkeit überbrücken müssen.

Unterschiede zwischen Sozialhilfe und Arbeitslosengeld 2 – wann hat man Anspruch?

Auch in Sachen des Anspruches gibt es große Unterschiede zwischen Sozialhilfe und Arbeitslosengeld 2. Während man bei der Grundsicherung lediglich nachweisen muss, dass man kein Geld verdienen kann, ist das beim Arbeitslosengeld komplizierter. Dies soll nur zur Überbrückung gezahlt werden, während man sich für eine neue Arbeitsstelle qualifiziert. Wer keine Bewerbungen schreibt oder Termine beim Amt versäumt – kurz, wer sich nicht aktiv um eine neue Arbeit bemüht-, kann den Anspruch auf eine Zahlung von Arbeitslosengeld 2 verlieren. Da die Sozialhilfe keine Möglichkeit für eine Beschäftigung einräumt, ist ein Zwang zur Weiterbildung und Bewerbung hier nicht vorhanden.

Unterschiede zwischen Sozialhilfe, Arbeitslosengeld 2 und Sozialgeld

Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass für erwerbsfähige Leistungsbedürftige Anspruch auf Arbeitslosengeld 2 besteht, während nicht erwerbsfähige Personen die Grundsicherung in Form von Sozialhilfe erhalten. Darüber hinaus gibt es aber noch das sogenannte Sozialgeld, das wiederum zu unterscheiden ist. Wer auf staatliche Unterstützung angewiesen ist und zunächst auf eigene Faust Informationen zu etwaigen Leistungen und Ansprüchen sammeln möchte, sollte auch die Bedingungen für das Sozialgeld kennen.

Gemäß § 19 SGB II haben nichterwerbsfähige Leistungsberechtigte einen Anspruch auf Sozialgeld, sofern sie mit einer erwerbsfähigen und leistungsberechtigten Person in einer Bedarfsgemeinschaft nach § 7 SGB II leben. Der deutsche Gesetzgeber hat auf diese Art und Weise zu einer Vereinfachung des Leistungsbezugs beigetragen, denn so sind nicht mehrere Behörden für die betreffende Bedarfsgemeinschaft zuständig. Arbeitslosengeld II liegt in der Verantwortung des Jobcenters, während die Sozialhilfe dem örtlichen Sozialamt obliegt. Das Sozialgeld fällt dahingegen ebenfalls in den Zuständigkeitsbereich des Jobcenters.