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Wohngeldantrag: Was ist wichtig?

Bei Wohngeld wird zwischen Mietzuschuss und Lastenzuschuss unterschieden. Anspruch auf einen Mietzuschuss haben Personen, die Wohnraum angemietet haben und deren Einkommen unter den Regelleistungen gemäß Sozialgesetzbuch liegt; Lastenzuschuss erhalten Personen, wenn sie selbst genutztes Wohneigentum besitzen.
Um den Miet- oder Lastenzuschuss zu erhalten, muss ein Wohngeldantrag bei der Wohngeldstelle am Wohnort des Antragsstellers gestellt werden. Anzugeben beim Antrag sind nicht nur die Anzahl der Familienmitglieder, sondern auch das Gesamteinkommen aller im Haushalt lebenden Personen sowie die Miet- bzw. Belastungshöhe.

Unterlagen für den Wohngeldantrag

Bei der Abgabe des Wohngeldantrages sind für einen Mietzuschuss neben den Verdienstbescheinigungen bzw. Lohn- und Gehaltsabrechnungen oder dem Arbeitslosengeldbescheid auch Werbungskostennachweise, Versicherungspolicen und Rentenbescheide, alle Unterlagen in Zusammenhang mit dem Mietverhältnis inkl. zugehöriger Kontoauszüge, ggf. Behindertenausweise und Nachweis zur Pflegebedürftigkeit, eine exakte Vermögensaufstellung sowie alle Kosten, die mit einer Kinderbetreuung und/oder -ausbildung in Zusammenhang stehen, einzureichen.

Familien, die Anspruch auf Wohngeld haben, müssen dem Wohngeldantrag einen Einkommens- und Mietzuschussnachweis beifügen sowie einen Grundbuchauszug oder eine Eigentumsbestätigung, den Bescheid über die Grundsteuer, eine Aufstellung über Erträge von Vermietung und Verpachtung, die sogenannte Fremdmittelbescheinigung, also laufende Hypothek o.ä., Bescheide über Eigenheimzulage und bei Eigentumswohnungen den Nachweis über die Verwaltungsgebühren. Je nach Fall können für den Wohngeldantrag weitere Unterlagen von der Wohngeldstelle gefordert werden.

Wo stellt man den Wohngeldantrag?

Wer glaubt, Anspruch auf Wohngeld zu haben, kann es auf jeden Fall auf einen Versuch ankommen lassen und Wohngeld beantragen. Schlimmstenfalls folgt ein Ablehnungsbescheid. Zunächst stellt sich allerdings die Frage, wo man den Wohngeldantrag stellen muss. Grundsätzlich existieren spezielle Wohngeldstellen, die sich um entsprechende Belange kümmern und in diesem Zusammenhang die richtigen Ansprechpartner sind.

Viele Menschen tun sich mit Behördengängen im Allgemeinen schwer und scheuen mitunter auch den Kontakt zu den Ämtern. Wenn es um den eigenen Wohngeldanspruch geht, lässt sich dieser aber nicht gänzlich vermeiden. Welche Stelle zuständig ist, kann von Ort zu Ort variieren. So kann die Zuständigkeit beim Sozialamt liegen, während andernorts spezielle Wohngeldstellen existieren. Folglich macht es Sinn, sich vorab zu informieren, wer zuständig ist, um gleich an den richtigen Ansprechpartner in Sachen Wohngeldantrag zu geraten. Eine Online-Recherche kann dabei schon weiterhelfen, ansonsten genügt ein Anruf bei der Stadtverwaltung.