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Wer bekommt Erziehungsgeld, wer Kindergeld?

Während Kindergeld einkommensunabhängig für jedes Kind gezahlt wird, soll das Erziehungsgeld nach einer Geburt Eltern finanziell und einkommensabhängig bis zur Vollendung des zweiten Lebensjahres unterstützen. Beim Erziehungs- und Kindergeld bestehen somit Unterschiede in der Bezugsdauer. Beide Varianten fungieren nicht als Lohnersatzleistungen, sondern als zusätzliches finanzielles Angebot des Gesetzgebers. Während die Kindergeldzahlung nach wie vor gemäß den geltenden Voraussetzungen der Familienkassen erfolgt, wurde das Erziehungsgeld lediglich für neue Erdenbürger gezahlt, die vor dem Stichtag 1. Januar 2007 geboren wurden.

Erziehungsgeld und Kindergeld: Unterschiede orientieren sich am Einkommen

Für Kinder, die nach dem 1. Januar 2007 geboren wurden, gelten nicht mehr die Richtlinien für das Erziehungsgeld, sondern gezahlt wird seitdem ersatzweise Elterngeld. Die Unterschiede für das Erziehungs- und Kindergeld beziehen sich in erster Linie auf das Einkommen der Eltern. Das Elterngeld wird bei den Erziehungsgeldstellen der einzelnen Länder beantragt. Die Einkommensgrenzen richten sich nach dem jährlichen Nettoeinkommen abzüglich einer Werbungskostenpauschale. Für das erste halbe Lebensjahr des Neugeborenen werden höhere Einkommensgrenzen zugrunde gelegt. Übersteigt das Familieneinkommen diese Grenze, kann für die ersten sechs Lebensmonate des Kindes kein Anspruch geltend gemacht werden.

Erziehungsgeld wurde durch Elterngeld ersetzt

In den vergangenen Jahren hat der deutsche Gesetzgeber bei der finanziellen Unterstützung von Familien einige Veränderungen vorgenommen. Dazu gehört unter anderem auch, dass das Erziehungsgeld mittlerweile weggefallen ist. Diese Ausgleichsleistung konnte lediglich für Kinder in Anspruch genommen werden, die zwischen dem 1. Januar 1986 und 31. Dezember 2006 geboren wurden. Das Kindergeld ist aber dennoch nicht die einzige Leistung, die jungen Familien zusteht. Als Ersatz für das Erziehungsgeld wurde für Geburten ab dem 1. Januar 2007 das Elterngeld eingeführt.

Parallel zum Kindergeld und Elterngeld gibt es in einigen Bundesländern noch das sogenannte Landeserziehungsgeld. Dies ist in Thüringen, Sachsen und Bayern der Fall, wo es während des zweiten beziehungsweise dritten Lebensjahres des Kindes gezahlt wird. Auf Bundesebene existiert dahingegen kein Erziehungsgeld mehr, während das Kindergeld unangetastet bleibt.