Gericht

Ein Gericht (abgeleitet von „richten“ / „Recht“; vom Gotischen: raíhts, althochdeutsch, mittelhochdeutsch: reht) ist ein Organ der Rechtsprechung (Judikative).

Begriff

Recht sprechende Behörden gibt es seit den Anfängen menschlicher Zivilisation. Ursprünglich war die Rechtsprechung in vielen Fällen Aufgabe des Monarchen selbst oder seiner Beauftragten. Im Laufe der Aufklärung setzte sich mit dem Konzept der Gewaltentrennung in Europa und den europäisch beeinflussten Staaten die Überzeugung durch, dass die Rechtsprechung von der Regierungsgewalt unabhängig zu sein hat.

Für den Begriff des Gerichts in modernen Rechtsstaaten ist die Garantie der richterlichen Unabhängigkeit daher zentral. Das schweizerische Bundesgericht hat beispielsweise festgehalten, dass als Gericht im Sinne der Europäischen Menschenrechtskonvention eine Behörde gilt, die nach Gesetz und Recht in einem justizförmigen, fairen Verfahren begründete und bindende Entscheidungen über Streitfragen trifft. Sie braucht nicht in die ordentliche Gerichtsstruktur eingegliedert zu sein, muss jedoch organisatorisch und personell, nach der Art ihrer Ernennung, der Amtsdauer, dem Schutz vor äußeren Beeinflussungen und nach ihrem äußeren Erscheinungsbild sowohl gegenüber anderen Behörden als auch gegenüber den Parteien unabhängig und unparteiisch sein. Nebst den Merkmalen der Unabhängigkeit und Unparteilichkeit gehört zu seinem Wesen, dass ein Gericht die rechtserheblichen Tatsachen selber erhebt, die Rechtssätze auf diesen in einem rechtsstaatlichen Verfahren ermittelten Sachverhalt anwendet und für die Parteien bindende Entscheidungen in der Sache fällt. Es muss über umfassende Kognition in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht verfügen.

Deutschland

Gerichte in der Bundesrepublik Deutschland sind je nach Gerichtsträger die Bundesgerichte und die Gerichte der Länder. Die Gerichte verwalten sich in ihrer Unabhängigkeit nach dem Prinzip der Gewaltenteilung selbst und sind formell darin nicht Bestandteil der Exekutive.

Der Aufbau der Gerichtsbarkeiten wird durch (verschiedene) Gerichtsverfassungen geregelt. Gerichtsbarkeiten in Deutschland sind die Verfassungsgerichtsbarkeiten (des Bundes und der einzelnen Länder), die Ordentliche Gerichtsbarkeit (für Zivilrecht und für Strafrecht) und die Fachgerichtsbarkeiten, zu denen Arbeitsgerichtsbarkeit, Finanzgerichtsbarkeit, Sozialgerichtsbarkeit und Verwaltungsgerichtsbarkeit gehören. Um die Einheitlichkeit der Rechtsprechung zu wahren, besteht ein Gemeinsamer Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes, der angerufen werden kann, falls ein oberstes Bundesgericht die Absicht hat, von der Entscheidung eines anderen obersten Bundesgerichts abzuweichen.

Dienstgerichtsbarkeit und Ehrengerichtsbarkeit sind Teil der Verwaltungsgerichtsbarkeit.

Besonderheiten ergeben sich im Militärwesen. So können im Verteidigungsfall Wehrstrafgerichte als Bundesgerichte errichtet werden Art. 96 Abs. 2 Grundgesetz, die Recht nach dem Wehrstrafgesetz sprechen. Historisch bestanden sogenannte Standgerichte als Ausnahmegerichte, die gemäß Grundgesetz in der Bundesrepublik Deutschland nach Art. 101 Abs. 1 Satz 1 Grundgesetz unzulässig sind.

Spricht man vom Gerichtsaufbau, bezeichnet der Begriff Gericht eine Behörde (so z. B. Amtsgericht). Das Gericht kann aber auch als Spruchkörper verstanden werden (z. B. Einzelrichter, Schwurgericht, Schöffengericht usw.); jedes Gericht ist dann mit mindestens einem Richter besetzt. Behördenleiter sind Gerichtspräsidenten oder aufsichtführende Richter, die einem Präsidium vorstehen (§ 21a GVG).

Die Beteiligung von Laien als ehrenamtliche Richter ist im Strafverfahren vorgesehen, sowie in der Arbeits-, Sozial- und Verwaltungsgerichtsbarkeit. Im Strafprozess heißen die ehrenamtlichen Richter Schöffen. Schöffen wirken am Amtsgericht im Schöffengericht, am Landgericht im Schwurgericht und in anderen Strafkammern mit. Eine Besonderheit sind die sogenannten Beamtenbeisitzer in Disziplinarsachen bei Verwaltungsgerichten. Dies sind i.w.S. Schöffen, gehören jedoch einer bestimmten Berufsgruppe an: der Beamtenschaft.

Welches Gericht tätig wird, bestimmt sich nach der Zuständigkeit.

Welcher Spruchkörper (Einzelrichter, Kammer, Senat) zuständig ist, bestimmt sich nach dem anwendbaren Verfahrensgesetz (z. B. GVG, ZPO) und nach dem Geschäftsverteilungsplan, der von den Gerichten in eigener Verantwortung erstellt wird.

Der Ablauf einer Gerichtsverhandlung ist in verschiedenen Rechtsquellen normiert.

Keine Gerichte im Sinne des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) sind die sogenannten Seeamtsverhandlungen („Seegerichte“); sie sind behördliche Sachverständigenverfahren der Seeämter.

Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Gericht

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Das Bürgerliche Gesetzbuch verpflichtet grundsätzlich den Vermieter dazu, die Mietsache so zu erhalten, dass diese in einem vertragsgemäßen Zustand ist. In den meisten Fällen wird jedoch von dieser Regelung abgewichen, indem anderweitige Klauseln zur Renovierung im Mietvertrag vereinbart werden. Viele Mieter sind beispielsweise fälschlicherweise der Meinung, der Bezug einer unrenovierten Wohnung würde sie von einer Endrenovierung beim Auszug befreien. Zur Wirksamkeit von im Mietvertrag eingebauten Klauseln liegen mittlerweile zahlreiche Gerichtsurteile vor.

Generell ungültig sind Klauseln, die den Mieter dazu verpflichten, in festgelegten Zeitabständen Schönheitsreparaturen vorzunehmen. Dazu sind auch die sogenannten Quotenklauseln unwirksam. Diese verpflichten den Mieter dazu, pro Jahr einen bestimmten Prozentsatz der anfallenden Renovierungskosten zu übernehmen. Klauseln zur Endrenovierung sind nur dann wirksam, wenn dabei auch die während der Mietzeit durchgeführten Schönheitsreparaturen berücksichtigt werden.

Immer wieder kommt es zu Rechtsstreitigkeiten bezüglich der gewählten Farbe an Wänden, Türen oder Fenstern. Der BGH hat hier unter anderem entschieden, dass der Mieter nicht dazu verpflichtet werden darf, Türblätter, Türrahmen, Fensterflügel und Fensterrahmen nur in der Farbe weiß zu lackieren. Als Grund nannten die Richter, dass der Mieter durch eine solche Klausel bei der Gestaltung seines Lebensbereiches erheblich eingeschränkt würde. Eine unzulässige Farbvorgabe führt dazu, dass sämtliche zu Schönheitsreparaturen gemachte Regelungen des Mietvertrags unwirksam werden. Der Mieter muss in diesem Fall also überhaupt keine Renovierungen vornehmen.

Der Begriff Schönheitsreparaturen wird vom Gesetzgeber nicht eindeutig definiert. Nach Ansicht des Mieterbundes sind damit stets solche Renovierungen gemeint, die aufgrund einer normalen Abnutzung der Wohnung entstehen. Allerdings sehen die deutschen Gerichte beispielsweise das Abschleifen und Versiegeln von Parkettböden oder die Erneuerung von Teppichböden nicht zu den erforderlichen Schönheitsreparaturen.

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat im Februar 2013 entschieden, dass die Füllmenge von Druckerpatronen nicht angegeben werden muss. Die Richter waren der Auffassung, dass Kunden nicht primär Tinte kaufen wollen, sondern eine gebrauchsfertige Einheit für ihren Drucker. Aus diesem Grund muss keine Füllmenge in Millilitern auf den Patronen angegeben werden. Geklagt hatte eine Unternehmerin, die Druckerpatronen herstellt und die Auflage erhielt, ihre Erzeugnisse laut Fertigverpackungseinheit mit der Füllmenge in ml zu kennzeichnen. Sie hatte lediglich eine Seitenangabe ausgelobt, die mit ihren Erzeugnissen erreicht werden kann.

Nachfülltinte ist vom Urteil nicht betroffen

Für Nachfülltinte, die für Drucker verwendet wird, gilt dieses Urteil nicht, denn die Richter bezogen sich in ihrem Rechtsspruch lediglich auf die Patronen selbst. Für den Verbraucher bedeutet das aber, dass er beim Kauf von Patronen für seinen Drucker nicht genau weiß, wie viel Farbe enthalten ist, denn die ausgelobte Seitenangabe gilt lediglich als Richtlinie. Schließlich können Seiten unterschiedlich stark bedruckt werden und damit ergeben sich auch Unterschiede beim Farbverbrauch. Lediglich wenn Nachfülltinte in Behältern angeboten wird, die nicht direkt im Drucker verbaut werden können, muss eine Füllmengenangabe in ml auf der Verpackung enthalten sein. In Testberichten gut bewertete Patronen wie OKI Toner punkten daher nicht nur in der Druckgeschwindigkeit und bei der Auflösung, sondern auch im Verbrauch.

Berufung wurde zugelassen

Die Richter vom Stuttgarter Verwaltungsgericht haben Berufung gegen das Urteil zugelassen. Sie waren sich der grundsätzlichen Bedeutung ihrer Entscheidung bewusst. Für die Verbraucher bedeutet das in erster Linie, dass noch nicht grundsätzlich entschieden worden ist, ob auf Druckerpatronen einen Füllmengenangabe in ml auftauchen muss. Damit bleibt auch weiterhin die Unsicherheit beim Kauf von günstigen Tonern und damit das Gefühl, dass die Hersteller zum Teil am Inhalt sparen um ihrem Absatz zu erhöhen. Ein kleiner Anhaltspunkt beim Druckerkauf können aber die Testberichte sein, denn häufig wird neben der Druckqualität auch die Sparsamkeit eines Modells getestet.

Vielen künftigen Erblassern ist das Pflichtteilsrecht ein Dorn im Auge, weil sie hierdurch in ihrer Testierfreiheit eingeschränkt werden. Dies ist absolut verständlich, allerdings hat das Pflichtteilsrecht durchaus seine Daseins-Berechtigung und sichert die Familie ab. Dies ist aber nicht immer gewünscht, weshalb künftige Erblasser mitunter nach Wegen suchen, das Pflichtteilsrecht zu umgehen. In der deutschen Rechtsprechung existieren tatsächlich Möglichkeiten für entsprechende, erbrechtliche Lösungen.

Eng gesteckte rechtliche Möglichkeiten für Erblasser

Auf den ersten Blick entsteht der Eindruck, dass man als Testator keine Handhabe gegen das Pflichtteilsrecht hat und somit akzeptieren muss, dass selbst im Falle einer testamentarischen Enterbung die pflichtteilsberechtigten Personen Anspruch auf einen Teil des Nachlasses haben. Grundsätzlich trifft dies zwar zu, doch es existieren auch ein paar Ausnahmeregelungen, die man sich zunutze machen kann.

Vorgaben zum Pflichtteilsentzug im BGB

§ 2333 BGB und § 2336 BGB entsprechend kann im Rahmen der letztwilligen Verfügung eine Pflichtteilsentziehung angeordnet werden. Der Erblasser muss testamentarisch deutlich machen, dass er der betreffenden Person den Pflichtteil entzieht. Zugleich ist der Testator in der Pflicht, was die Begründung der Pflichtteilsentziehung betrifft. Der deutsche Gesetzgeber akzeptiert diese ausschließlich bei Vorliegen triftiger Gründe, die man in § 2333 BGB nachlesen kann. Der Pflichtteilsberechtigte muss sich eines schweren Verbrechens oder eines schweren vorsätzlichen Vergehens dem Erblasser, dessen Ehegatten, Abkömmlingen oder einer anderen nahestehenden Person gegenüber schuldig gemacht haben.

Das Pflichtteilsrecht ist zwar ein unumstößlicher Teil des deutschen Erbrechts, es existieren aber durchaus erbrechtliche Begründungen dieses Recht auszuhebeln. Juristische Laien sollten nach Möglichkeit einen erfahrenen Rechtsanwalt aufsuchen und mit diesem gemeinsam ihre individuellen Möglichkeiten erörtern. Der Jurist informiert darüber, ob und inwiefern das Pflichtteilsrecht im späteren Erbfall Probleme bereiten könnte. Adäquate Lösungen hat dieser zudem ebenfalls parat und ist somit der perfekte Ansprechpartner für künftige Erblasser, die nach Lösungen für das Pflichtteilsrecht suchen.

Nahezu jede Privatperson hat eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, um sich im Schadensfall gegen Forderungen Dritter entsprechend abzusichern. Dabei kommt die private Haftpflichtversicherung für sämtliche Sach-, Personen- und Vermögensschäden auf, die an Dritten entstehen und die in der Regel hohe Kosten verursachen. Aber nicht nur im Privatleben spielt ein optimaler Versicherungsschutz eine wichtige Rolle. Vor allem Selbstständige sollten bereits bei der Existenzgründung über eine individuelle und optimale Versicherungslösung nachdenken. Viele Versicherer bieten allgemeine Pakte oder branchenspezifische Lösungen an. Optimal kann der Versicherungsschutz im unternehmerischen Bereich jedoch nur dann sein, wenn er individuell auf die Bedürfnisse des Selbstständigen zugeschnitten ist. Selbstständige Unternehmer aus allen Branchen sollten sich daher an einen kompetenten Berater oder Makler wenden, um herauszufinden, welche Versicherungslösung die eigenen Bedürfnisse am besten abdecken kann.

Exali.de ist hier beispielsweise ein informatives Versicherungsportal, welches mit geschulten Experten eine kompetente Beratung bieten kann. Hier landet der Unternehmer nicht in einem Callcenter und wird vertröstet, sondern kann sich direkt von einem fachlich versierten Makler individuell und umfassend beraten lassen.

Bei Vermögensschäden rundum gut abgesichert sein

Nicht nur eine Berufshaftpflicht oder eine Inventarversicherung spielen im Leben eines Selbstständigen eine entscheidende Rolle. Das Angebot von exali.de richtet sich an unterschiedliche Betriebsbereiche. So können zum Beispiel Selbstständige aus der IT-Branche eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abschließen. Aber auch Kreative und Agenturen, die im Bereich der neuen Medien tätig sind, sehen sich Schäden gegenüber, deren finanzielles Risiko schnell unüberschaubar sein kann. Fotografen und Texter haben zum Beispiel die Möglichkeit, Urheberrechtsverletzungen adäquat abzusichern.

Mit finanziellen Risiken sind auch Coaches und Berater konfrontiert. Hier spielt vor allem der Rechtsschutz eine Rolle. Exali.de bietet für Selbstständige aus der Beratungsbranche eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung an, die einen passiven Rechtsschutz beinhaltet. Hier kommt der Versicherer zwar nicht für die Durchsetzung der eigenen Interessen auf, er dient jedoch der Abwehr von Forderungen.

Auf der Webseite von Exali.de werden die Vermögensschadenhaftpflichtversicherungen für Selbstständige aller Branchen umfassend vorgestellt und hier wird auch Möglichkeit zur Kontaktaufnahme geboten.

Ebenfalls die Aufhebung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft betreffend gelten die entsprechenden Bestimmungen aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch für Eheleute. Unter Maßgabe von § 2077 BGB bestimmt § 10 LPartG somit, dass eine Verfügung von Todes wegen zugunsten des Lebenspartners unwirksam ist, wenn davon auszugehen ist, dass die eingetragene Lebenspartnerschaft die Grundlage für die betreffenden Verfügungen bildet. Wurde die eingetragene Lebenspartnerschaft aufgelöst oder wurden die Voraussetzungen hierzu bereits erfüllt, geht der deutsche Gesetzgeber im Allgemeinen von einer Unwirksamkeit der letztwilligen Verfügung aus. Lediglich wenn anzunehmen ist, dass die Verfügungen unabhängig vom Bestehen der eingetragenen Lebenspartnerschaft gemacht wurden, bleibt die letztwillige Verfügung zugunsten des Lebenspartners wirksam.

Gesetzesgrundlagen für die eingetragene Lebenspartnerschaft

Für das gesetzliche Erbrecht des eingetragenen Lebenspartners gelten recht ähnliche Vorschriften. Für den Fall, dass die Voraussetzungen für eine Aufhebung der eingetragenen Lebenspartnerschaft § 15 LPartG zum Zeitpunkt des Erbfalls erfüllt waren und der verstorbene Erblasser durch Beantragung oder Zustimmung zum Ausdruck gebracht hat, dass er die Aufhebung der Lebenspartnerschaft wünscht, ist das gesetzliche Erbrecht des eingetragenen Lebenspartners ausgeschlossen. Hat der Erblasser § 15 LPartG entsprechend einen begründeten Antrag zur Aufhebung der eingetragenen Lebenspartnerschaft gestellt, verfällt ebenfalls das gesetzliche Erbrecht des überlebenden Lebenspartners.

Mit der Einführung des Lebenspartnerschaftsgesetzes 2001 hat sich die rechtliche Situation gleichgeschlechtlicher Paare in der Bundesrepublik Deutschland erheblich verändert. So können diese nicht nur eine eheähnliche Partnerschaft mit rechtlicher Absicherung führen, sondern werden in vielerlei Dingen Eheleuten gleichgestellt, was unter anderem anhand des Erbrechts deutlich wird. Das Erbrecht eingetragener Lebenspartner ist zwar nicht im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt, durch § 10 LPartG aber dennoch juristisch verankert und auf diese Art und Weise fester Bestandteil des deutschen Erbrechts. Ob es um das gesetzliche Erbrecht, Pflichtteilsansprüche oder die Errichtung eines gemeinschaftlichen Testaments geht, der deutsche Gesetzgeber stellt eingetragene Lebenspartner erbrechtlich mit Ehegatten gleich.

In unseren modernen Zeiten wird nun auch in Steuerfragen eine Gleichstellung durch die deutschen Gerichte gefordert, wie jüngste Gerichtsurteile zur Anpassung des Ehegattensplittings zeigen.

Künftige Erblasser, die jemanden aus ihrem nächsten Umfeld enterben, haben hierfür natürlich ihre Gründe, in den seltensten Fällen werden diese allerdings vom Gesetzgeber als Pflichtteilsentziehungsgründe nach § 2333 BGB akzeptiert. Nichtsdestotrotz wird immer wieder versucht, das Pflichtteilsrecht zu umgehen. Erblasser verschenken im Zuge dessen ihr Vermögen bereits zu Lebzeiten oder enterben die betreffende Person nicht, sondern hinterlassen ihr einen geringen Erbteil. In beiden Fällen schreitet der Gesetzgeber gegebenenfalls ein und trägt so dafür Sorge, dass das Pflichtteilsrecht auch Anwendung findet.

Wann werden Schenkungen angerechnet beim Erben?

Vielen juristischen Laien ist nicht bewusst, dass Schenkungen unter bestimmten Voraussetzungen auch im Rahmen einer Erbschaft angerechnet werden, und glauben deshalb, sie könnten so beispielsweise das Pflichtteilsrecht austricksen. Dem ist allerdings nicht so, denn bei der Kalkulation des Pflichtteils können auch Schenkungen, die der Erblasser zu Lebzeiten vorgenommen hat, berücksichtigt werden. Dies ist immer dann der Fall, wenn die Schenkung innerhalb der letzten zehn Lebensjahre des Verstorbenen vorgenommen wurde. Länger zurückliegende Schenkungen bleiben dahingegen unberücksichtigt. Wer glaubt, dem Tode nah zu sein und noch rasch den Pflichtteilsansprüchen seiner Pflichterben entgegenwirken möchte, hat hierzu keine Chance mehr, da Schenkungen, die innerhalb von zehn Jahren vor Anfall der Erbschaft erfolgen, verschaffen den Pflichterben Pflichtteilsergänzungsansprüche. Diese ergeben sich aus der Differenz des Pflichtteils, den sie im Erbfall erhalten, und dem Pflichtteil, der ihnen ohne die Schenkung zugestanden hätte. Hierbei kommt jedoch ein sogenanntes Abschmelzungsmodell zum Einsatz, so dass der Zeitpunkt der Schenkung darüber entscheidet, in welchem Maße diese hinsichtlich des Pflichtteilsergänzungsanspruchs und der gesamten Erbschaft von Belang ist.

Pflichtteilsberechtigte Erben können zudem unter gewissen Voraussetzungen einen Anspruch auf einen Zusatzpflichtteil geltend machen. Dies trifft zu, wenn sie zwar im Rahmen der Verfügung von Todes wegen als Erben eingesetzt, aber lediglich mit einer geringen Erbschaft bedacht wurden. In diesem Fall steht dem Pflichterben die Differenz zwischen dem Erbe und dem Pflichtteil in Form eines Zusatzpflichtteils zu. Angesichts dieser Regelungen haben künftige Erblasser praktisch keine Chance, ihre Pflichterben gänzlich von der Erbfolge auszuschließen.

Anwälte legen sich schwerpunktmäßig immer auf ein bestimmtes Rechtsgebiet fest und kennen sich dann in ihrem Fachbereich auch bestens aus. Für Laien ist dies ein unübersichtlicher Dschungel, denn für jeden Rechtsfall gibt es ein eigenes Gebiet und andere Gerichte sind zuständig.

Die Rechtsgebiete in Deutschland

Die Gesetzgebung in Deutschland ist nach drei verschiedenen übergeordneten Gebieten eingeteilt und hierin sind alle Bereiche der Rechtsprechung einzuordnen. Diesen Bereichen zugeordnet sind auch die verschiedenen Gerichtsbarkeiten mit ihren Instanzen. Bekannt sind in der Bevölkerung hauptsächlich das Strafgericht, das Arbeits- oder Familiengericht und das Verkehrsgericht bei Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung. Doch auch diese Gerichtszuständigkeiten hängen wiederum von verschiedenen Rechten der Bevölkerung ab.

Rechtsgebiete in Deutschland:

– Öffentliches Recht

– Privat- oder Zivilrecht

– Strafrecht

Diesen drei großen Themenbereichen sind viele Zweige untergeordnet. Die örtliche Zuständigkeit wiederum richtet sich in der Regel nach dem Wohnsitz des Beklagten, wovon jedoch auch wiederum Einzelfall-Sonderregelungen zulässig sein können.

Individuelle Rechtsfälle bei verschiedenen Anwälten klären

Die Zuordnung der Fachgebiete fällt vielen Laien schwer. Täglich sind wir alle mit verschiedenen Rechtsfällen konfrontiert. Für jedes Gebiet einen passenden Anwalt zu finden, das ist hierbei die Aufgabe. Alle Gebiete und deren Fachanwälte aufzulisten würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Aus diesem Grund listen wir die gängigsten Fälle exemplarisch für viele andere auf.

Angenommen ein naher Verwandter stirbt und die Testamentseröffnung ergibt, dass man enterbt wurde. Wer sich in diesen Fällen in Baden Württemberg an einen Anwalt für Erbrecht wenden will, wird fündig bei Rechtsanwälte in Stuttgart und orientieren sollte man sich auf der Website im Bereich des Erbrechts.

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, viele Menschen in Deutschland sind verschuldet und es werden auch ständig mehr. Viele wissen nur einen Ausweg, nämlich das Verbraucherinsolvenzverfahren. Im Spezialgebiet Verbraucherinsolvenzrecht kennen sich Anwälte ebenso aus wie im Zivilrecht. Letzteres beschäftigt sich mit dem Forderungsmanagement und dem Vertragsrecht.

Auch das Verkehrsrecht hält für alle Verkehrsteilnehmer zahlreiche Tücken bereit. Ganz gleich auf welche Art man teilnimmt, ob mit dem Auto, Motorrad, Fahrrad oder zu Fuß, wenn ein Unfall passiert sind alle gleichermaßen vom Verkehrsrecht betroffen. Aus diesem Grund sollte man sich in solchen Fällen vertrauensvoll an einen Fachanwalt für Verkehrsrecht wenden.

Umfangreicher Rechtsbereich Familienrecht

Dieser Rechtsbereich ist im Zivilrecht angeordnet und im alltäglichen Leben ist die Bevölkerung häufig mit diesem konfrontiert. In allen Fragen rund um Ehe, Familie und damit zusammenhängenden rechtlichen Auseinandersetzungen kommt der Rechtsbereich Familienrecht zum Tragen.

Die zugehörigen Gesetze hierzu finden sich im Bürgerlichen Gesetzbuch und zwar im vierten Buch, in den §§ 1297 – 1921. Zuständig für Streitigkeiten zum Beispiel im Kindschaftsrecht sind Familien- oder Vormundschaftsgerichte.

Die Scheidungsraten steigen von Jahr zu Jahr und Rechtsverhältnisse in den Beziehungen und bei deren Auseinanderbrechen werden im Familienrecht klar geregelt. Auch die Versorgungsleistungen wie Unterhalt und Besuchsrecht werden hierin abgeklärt. Die Vertretung von Personen, die dazu selbst noch nicht oder nicht mehr in der Lage sind, wie beispielsweise die Vormundschaft oder die Pflegschaft und eine Betreuung von Hilfsbedürftigen.

Tipp: Wer sich bei den persönlich wichtigen Rechtsbereichen vorsorglich versichert, ist gefeit gegen große finanzielle Verluste und kann beruhigt anwaltliche Dienste in Anspruch nehmen.

Leider ist es heutzutage keine Seltenheit mehr, dass Kinder auf die Welt kommen und nicht ganz klar ist, wer nun die Väter der Kleinen sind. Aufgrund der bestehenden Zweifel wird häufig ein gerichtliches Verfahren zur Vaterschaftsanerkennung notwendig. Das Gericht hilft den Betroffenen dabei, zu klären, wer der Erzeuger des betreffenden Kindes ist, um so auch alle rechtlichen Fakten klären zu können. Die gerichtliche Feststellung der Vaterschaft kann dabei von verschiedenen Parteien gefordert werden. So darf unter anderem auch das betroffene Kind selbst Klage erheben, um herauszufinden, welche biologischen Wurzeln es hat. Aber auch die Kindesmutter und der Mann, der denkt, dass er der Vater des Kindes ist, sind berechtigt, Klage zu erheben. Derartige Prozesse werden in der Bundesrepublik Deutschland stets vor dem Familiengericht abgehalten.

Muss ein Vertrag unterzeichnet werden, dann sind sich viele Vertragsnehmer unsicher, ob der Vertrag zum einen rechtens ist und/oder ob zum anderen im sogenannten Kleingedruckten möglicherweise Klauseln stehen die sich nachteilig auswirken. Nur die wenigsten Menschen haben eine juristische Ausbildung genossen, sodass sie vielfach gar nicht in der Lage sind, einen Vertrag auch aus juristischer Sicht zu prüfen. Oftmals wird erst nach Vertragsabschluss klar, was der Vertragsnehmer tatsächlich unterzeichnet hat, aber dann ist es für eine Stornierung meistens schon zu spät.

Kreditverträge bei renommierten Banken

Auch beim Abschluss von Kreditverträgen sind sich viele Bankkunden unsicher. In der Regel besteht ein Kreditvertrag aus mehreren Vertragsseiten, die vom Kunden schon vor Ort, d. h. in den Räumlichkeiten der Bank gelesen werden müssen, um dann im Anschluss daran gleich auch unterzeichnet werden zu können. Neben dem eigentlichen Kreditvertrag sind noch Schufa-Klauseln zu unterzeichnen und oftmals müssen sogar noch Versicherungen abgeschlossen werden, damit der Kreditvertrag auch zu Stande kommen kann. Grundsätzlich kann der Bankkunde davon ausgehen, dass die Kreditverträge bei den örtlichen Banken und Kreditinstituten keine Klauseln enthalten, die dem Kreditnehmer sprichwörtlich „den Hals brechen“. In der Regel bedürfen diese Verträge lediglich eine Prüfung hinsichtlich Zins und Tilgung sowie der zusätzlich ausgehandelten Konditionen bezüglich Tilgungsraten, Disagio und den anderen Kreditnebenkosten. Natürlich sollte nicht versäumt werden, den ganzen Kreditvertrag zu lesen –eine anwaltliche Prüfung ist hier jedoch in der Regel nicht erforderlich.

Kreditverträge, die durch einen Anwalt geprüft werden sollten

Da sich auf dem nationalen und internationalen Kreditmarkt jedoch nicht ausschließlich seriöse Anbieter tummeln, sollten Kreditverträge, die von noch unbekannten Anbietern unterbreitet werden mit größter Vorsicht behandelt werden. Nicht selten kommt es vor, dass die Kunden mit tollen Angeboten gelockt werden, jedoch im Nachhinein aufgrund der vertraglichen Bedingungen finanziell ruiniert sind. Verträge dieser Anbieter sollten vorab immer durch einen Anwalt geprüft werden, da dieser auch das „Kleingedruckte“ versteht und hier beratend tätig werden kann. In vielen Fällen enthalten die Kreditverträge unseriöser Anbieter Klauseln, die sich gegenseitig ausschließen und somit überaus nachteilig für den Kreditnehmer sein können. Auch Kreditverträge von privaten Anbietern bedürfen oftmals einer anwaltlichen Prüfung. In der Regel kann es auch bei dieser Art von Verträgen zu negativen Folgen für den Kreditnehmer kommen, die sich zwar nicht immer aus den Klauseln des Vertrages ergeben, sondern sich hier vielfach schon aus den Gesetzen des BGB ableiten lassen. Selbst wenn dem Kreditgeber keine arglistige Täuschung unterstellt werden kann, können sich für den Kreditnehmer negative Folgen aus diesem Vertrag ergeben. Aus diesem Grund sollte man die Kredite vergleichen und auch Kreditverträge zwischen Privatleuten vorab immer ausreichend prüfen.