Eine Generalvollmacht erstellt man meist vorab für den Fall der Fälle und wenn die Vollmacht nicht anfechtbar sein soll, muss sie verschiedene Angaben enthalten. Neben Name und Anschrift des Vollmachtgebers, also der Person, die eine Vollmacht ausstellt, müssen auch verschiedene Angaben zum Bevollmächtigten gemacht werden. Mit der Generalvollmacht ermächtigt man eine fremde Person alle Entscheidungen zu treffen, die die eigenen Finanzen betreffen und darüber hinaus auch Entscheidungen in Gesundheitsfragen zu fällen oder den eigenen Aufenthaltsort zu bestimmten. Der Inhalt einer Generalvollmacht sollte also genau an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden, denn man gibt damit sozusagen sein eigenes Schicksal in fremde Hände.

Die Grundangaben einer Generalvollmacht

Eine Generalvollmacht kann ein formloses Schreiben sein. Als Überschrift reicht der Hinweis „Vollmacht“. Für eine Generalvollmacht muss der Vollmachtgeber neben seinem vollständigen Namen auch Wohnort, Straße und Geburtsdatum angeben. Die gleichen Angaben sind auch auf der Seite des Bevollmächtigten zu machen. Daneben sollte man unbedingt vermerken, dass der Bevollmächtigte das Original der Vollmacht vorlegen muss,  um tätig werden zu können. Sollen Entscheidungen getroffen werden, die nicht im Umfang der Generalvollmacht enthalten sind, sollte man verfügen, dass der Bevollmächtigte zum gesetzlichen Betreuer bestimmt werden soll. Mit diesem Zusatz kann man sich absichern, wenn im Text der Generalvollmacht nicht alle Bereiche des Lebens eingeschlossen wurden. Dies kann notwendig werden, wenn beispielsweise eine Mietwohnung vom Bevollmächtigten gekündigt werden soll oder eine Unterbringung in einem Pflegeheim notwendig wird.

Umfassende Generalvollmacht oder einzeln geregelte Fragen?

Nicht jede Generalvollmacht lässt dem Bevollmächtigten in allen Situationen freie Hand und oft ist es sinnvoll, einzelne Punkte detailliert zu regeln. Vermögensangelegenheiten, Verträge und Anträge, persönliche Angelegenheiten und die Wohnungsangelegenheiten sind die Punkte, die man in einer Generalvollmacht auch einzeln regeln kann. Dabei kann man zum Beispiel festlegen, dass das eigene Vermögen ausgebraucht werden soll, um den Lebensstandard auch im Pflegefall erhalten zu können. Das Entscheidungsrecht bei ärztlichen Behandlungen sollte man dem Bevollmächtigten ebenfalls gesondert übertragen, da sonst ein Betreuungsverfahren erforderlich werden könnte. Für den Fall einer dauernden Bewusstlosigkeit kann man verfügen, nach welchem Zeitraum nur die Schmerztherapie und die Grundpflege fortgesetzt werden sollen. Auch ob lebensverlängernde Maßnahmen durchgeführt oder unterlassen werden sollen, kann man in der Generalvollmacht festhalten. Die Frage ob man einer Organspende zustimmt, kann ebenfalls bereits in der Generalvollmacht geklärt werden und viele andere Details lassen sich damit vorab klären. Beim Erstellen einer Generalvollmacht, die ohne Einzelauflistungen auskommt, sollte man bedenken, dass viele Fragen offen sind und der Bevollmächtigte schnell überfordert sein kann, wenn er lebensbestimmende Entscheidungen allein treffen soll.

Sie sind ein beliebtes Geschenk – Gutscheine. Sei es, weil man Größe (bei Bekleidung) oder Geschmack des Beschenkten nicht so genau kennt, oder weil derjenige sich von mehrere Leuten Gutscheine wünscht, um sich etwas größeres leisten zu können – eigentlich sind sie ein wunderbares Geldgeschenk, das nicht ganz so unpersönlich wirkt, wie ein Geldschein in eine Karte gesteckt. Der Gutschein ist sozusagen ein “Wertpapier”, denn derjenige, der ihn erworben hat, hat ihn ja bezahlt. Im allgemeinen ist die Barauszahlung eines Gutscheines ausgeschlossen – er verpflichtet sozusagen zur Abnahme einer Leistung oder einer Ware, die damit bezahlt wurde. Oft gibt es Probleme mit der Gültigkeit, da die Anbieter von Gutscheinverkäufen eine geringere als die gesetzlich vorgeschriebene Frist verlangen wollen. Aber dafür gibt es gesetzlich eine eindeutige Regelung: Gutscheine sind 3 Jahre lang gültig, und zwar nicht ab Ausstellungsdatum, sondern ab dem 31. 12. des Jahres, an dem sie ausgestellt wurden. Eine geringere Gültigkeit ist nur dann okay, wenn sie von Aussteller und Käufer aufgrund bestimmter Umstände festgelegt und schriftlich fixiert wurde. In Österreich und der Schweiz gibt es wesentlich längere Verfallsklauseln, sofern kein Verfallsdatum auf dem Gutschein angegeben worden ist. Gutscheine kann man auch gut im Internet kaufen und ersteigern. Grundsätzlich gilt hier das Gleiche wie beim Kauf vor Ort im entsprechenden Geschäft. Achten Sie aber hier darauf, dass nicht ohne Ihr Wissen, eine geringere Gültigkeitsdauer aufgedruckt wurde. Ebenfalls sehr beliebt sind Reisegutscheine. Bei diesen verhält es sich natürlich etwas anders, wenn sie für eine bestimmte Reise oder Reiseart gekauft wurden (z.B. eine Fahrt zum Weihnachtsmarkt). Dann ist die Gültigkeit von der Sache her eingeschränkt, und der Kunde hat sich nach den Gegebenheiten zu richten. Aber prinzipiell ist zu sagen, dass ein Gutschein eine hervorragende Art ist, zweckgebunden Geld zu verschenken, dass dem Beschenkten dennoch Freiraum lässt.

Ein Unternehmer muss sich nicht nur mit betriebsinternen Abläufen und Problemen beschäftigen, sondern auch jede Menge Zeit in Büroarbeit investieren. Als Unternehmer mit ein paar Angestellten können Buchhaltung, Steuererklärung und Gehaltsabrechnung dafür sorgen, dass nur noch wenig Zeit für die eigentlichen Aufgaben im Betrieb bleiben und viele Firmenchefs überlegen dann, ob sich die Anstellung einer Bürohilfe lohnt. Natürlich verursacht die Anstellung von zusätzlichem Personal enorme Kosten und oft reicht die Arbeit nicht für einen vollen Arbeitsplatz. Flexible Arbeitszeiten und damit flexible Lohnkosten sind aber in der Praxis nur schwer machbar und eine Alternative muss gefunden werden. Die Gehaltsabrechnung kann man auch einfach outsourcen. Das heißt, man gibt die Unterlagen für diese Berechnungen einfach an einen vertrauenswürdigen Dienstleister weiter, der selbstständig die Gehälter errechnet und dafür sorgt, dass alle Abrechnungen pünktlich auf dem Tisch liegen. Durch das Outsourcen dieser stets wiederkehrenden Büroarbeit entsteht viel Zeit, die vom Unternehmer sinnvoller genutzt werden kann. Abläufe lassen sich optimieren, neue Kunden können geworben werden und auch ein paar freie Stunden sind so möglich. Die Kosten für das Outsourcen der Gehaltsabrechnung sind verglichen mit eigenem Personal gering und bei einer guten Kommunikation lassen sich alle eventuell entstehenden Probleme und Veränderungen zeitnah aufarbeiten. Gerade kleine Unternehmen profitieren vom Dienstleistungsbereich bei den gängigen Bürotätigkeiten und inzwischen gibt es viele Dienstleister, die zuverlässig und schnell arbeiten. Online lassen sich schon nach wenigen Minuten mit den bekannten Suchmaschinen verschiedene Anbieter finden und die meisten Dienstleister senden auf Anfrage innerhalb von 24 Stunden ein unverbindliches Angebot zu. Einige Dienstleister arbeiten während der ersten, Probephase der Zusammenarbeit für kleines Geld und so kann sich jeder Unternehmer ein Bild von seinem zukünftigen Geschäftspartner machen, ehe er sich langfristig entscheidet.

Rechtsanwälte sind eine bedeutende Grundlage in unserem Rechtssystem. Bei vorhandenen Streitigkeiten oder bei Anklagen ist der Rechtsanwalt für den Beklagten oder den Kläger immer der erste Anlaufpunkt. Im Normalfall ist das Zusammenarbeiten der beiden Parteien harmonisch und ausgeglichen, der Rechtsanwalt wird alles in seiner Kraft stehende tun, um seinen Mandanten zu verteidigen. Jedoch kommt es immer wieder vor, dass es zwischen Mandanten und Anwälten Streit gibt, dass Missverständnisse aufkommen und das Vertrauensverhältnis dauerhaft gestört ist. In diesem Fall kann eine Schlichtungsstelle für Rechtsanwälte behilflich sein. Die Idee der Schlichtungsstelle für Rechtsanwälte fand sogar in der Politik großen Zuspruch, die Bundesjustizministerin lobte die Idee ausdrücklich. In Deutschland gibt es nicht nur eine Schlichtungsstelle für Rechtsanwälte, bei Problemen oder Fragen kann man sich an mehrere Stellen wenden, die jedoch alle nach einem gleichen Prinzip arbeiten. Dabei steht die Unabhängigkeit einer jeder Schlichtungsstelle im Vordergrund. Die Neutralität dieser Schlichtungsstellen geht sogar so weit, dass ein Schlichter selbst kein Rechtsanwalt sein darf. Eine Schlichtung richtet sich dabei immer nach den Vorgaben des § 191f der Bundesrechtsanwaltsordnung und der Satzung der Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft. Eine Schlichtung zwischen Mandant und Rechtsanwalt findet immer schriftlich statt, so kann jede Seite ihre Beweise und Tatsachen darlegen und neutral werden sie schriftlich bewertet bzw. eine Entscheidung gefunden. Dabei hat der Schlichter nicht das Recht, eine verbindliche Entscheidung zu treffen, sondern er unterbreitet den Parteien einen Einigungsvorschlag. Die Parteien haben nun die Möglichkeit, diesen Vorschlag der Einigung anzunehmen oder ihn abzulehnen. Die Schlichtungsstelle für Rechtsanwälte bietet im Allgemeinen eine sehr gute Möglichkeit, Differenzen aus dem Weg zu räumen und das Verhältnis zwischen Rechtsanwalt und Mandant wieder positiv werden zu lassen.

Einen Anspruch auf Arbeitslosengeld 2 hat jeder, der das 15. Lebensjahr vollendet hat, erwerbsfähig und hilfebedürftig ist. Hilfebedürftig sind alle Personen, die ihren Lebensunterhalt nicht selbst sichern können. Dazu zählen auch Personen, die durch ihr erzieltes Einkommen ihren Lebensunterhalt nicht vollständig sichern und auch von Angehörigen oder Trägern anderer Sozialleistungen keine Unterstützung erhalten können. Zusätzlich muss der gewöhnliche Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland liegen, um einen Anspruch auf ALO II zu haben. Lebt ein Bezugsberechtigter mit einem Partner zusammen, fordert der Staat Solidarität und unterstützt die Gemeinschaft nur, wenn ein Bedarf entsteht. Eine solche Bedarfsgemeinschaft kann entstehen, wenn der Selbstbehalt eines Partners nicht gewährleistet werden kann, wenn er den erwerbslosen Partner unterstützen muss. Die Leistungen beim Arbeitslosengeld 2 werden in verschiedene Kategorien eingeteilt. Der Regelsatz sichert den Bedarf an Kleidung, Ernährung, Haushaltsenergie, Hausrat und Körperpflege. Darin nicht enthalten sind die Heizkosten. Auch die Teilnahme am kulturellen Leben wird mit dem Regelsatz abgedeckt. Volljährige haben seit dem 01.01.2011 einen Bedarfssatz von 364.- Euro monatlich. Kindern von sechs bis 13 Jahren stehen 251.- Euro zu und volljährige Personen innerhalb einer Bedarfsgemeinschaft werden 328.- Euro zuerkannt. Zum Regelsatz können noch andere Leistungen gewährt werden. Die Kosten für Heizung und Unterkunft können ebenfalls zusätzlich gewährt werden. Dabei werden nur die Kosten für angemessenen Wohnraum erstattet und der Bezugsberechtigte muss in einigen Fällen damit rechnen, in eine dementsprechende Wohnung ziehen zu müssen. Pauschale Sätze gibt es bei diesem Bezugspunkt nicht, da die tatsächlich entstehenden Kosten übernommen werden. Ein Mehrbedarf kann die zusätzlichen Kosten für Behinderte oder Schwangere decken und auch Alleinerziehende von Minderjährigen können zusätzlich unterstützt werden. Alleinstehende können beispielsweise 17 Prozent von der maßgeblichen Regelleistung als Mehrbedarf erhalten und bei werdenden Müttern kann die Erstausstattung fürs Baby auch als Mehrbedarf geltend gemacht werden.

Blechschäden sind meist die Folge von kleinen Unfällen, bei denen niemand verletzt wurde. Trotzdem kann die kleine Beule zu einem großen Problem werden, wenn man sich bei einem Unfall nicht richtig verhält. Größere Verkehrsunfälle mit Verletzten sind immer eine große Belastung, doch auch hier gilt es verschiedene Rechtsfragen zu klären. Die Polizei möchte noch vor Ort Angaben zum Unfallhergang haben und natürlich brauchen auch die Versicherungen verschiedene Informationen um einen Schadensfall regeln zu können. Nicht immer kann noch am Unfallort geklärt werden wer als Verursacher eines Unfalls gilt und oft lässt sich auch das Ausmaß des Schadens noch nicht genau bestimmen. Als Unfallopfer mit Blechschaden sollte man ruhig bleiben und darauf bestehen, dass die Polizei den Unfall aufnimmt, wenn der Wagen nicht mehr fahrbereit ist oder der Unfallgegner sich weigert, seine Papiere zu zeigen. Auch wenn eine schwere Verkehrssünde wie das Überfahren einer roten Ampel der Grund des Unfalls war, sollte die Polizei hinzugezogen werden. So lassen sich die wichtigsten Rechtsfragen bereits am Unfallort klären und eine ausführliche Unfallaufnahme seitens der Polizei hilft auch den Versicherungen. Kleinere Blechschäden kann man auch ohne Hilfe regeln, wenn beide Unfallbeteiligten ruhig bleiben. Mit dem Europäischen Unfallbericht, einem Vordruckformular, lassen sich die wichtigsten Fragen schon am Unfallort beantworten, auch wenn die Beteiligten nicht die gleiche Meinung vertreten, denn beide Parteien können hier den Unfallhergang schildern. Fotos helfen dabei, die Sachlage festzuhalten. Die Kraftfahrzeugversicherung kümmert sich anschließend um die Klärung des Vorgangs und prüft die Angaben der Beteiligten auf ihren Wahrheitsgehalt, wobei die am Unfallort gemachten Bilder natürlich helfen können.

Da Computer und Notebooks mittlerweile in fast allen Unternehmen und auch Haushalten Einzug gehalten haben, sind auch die diesbezüglichen Softwareangebote um ein Vielfaches gestiegen. Unzählige Produkte versprechen den Usern kompetente Umsetzung ihrer Anliegen und so wundert es nicht, dass der Markt im Softwarebereich boomt. Neben der käuflich erhältlichen Software, gibt es jedoch auch immer wieder Produkte, die illegal erworben werden. Hier möchte der User in der Regel Geld sparen und kopiert sich lieber das Softwareprodukt von einem Freund, als dass hier ein neues Produkt käuflich erworben wird. Rechtlich gesehen ist dies natürlich nicht tolerierbar und wird entsprechend auch strafrechtlich verfolgt. Nur die so genannte Freeware darf kostenlos herunter geladen werden. Jedes andere Softwareprodukt muss bezahlt und darf keinesfalls vervielfältigt werden. Softwarelizenzen haben mittlerweile Einzug in alle Bereiche des Computers gehalten. Kleine und mittelständische Unternehmen kaufen hier häufig ihre Computerprogramme für alle Unternehmensbereiche und erwerben dann gleich auch die jeweiligen Lizenzen. In großen Firmen ist es hingegen so, dass in diesem Fall eine entsprechende Software erst erstellt werden muss. Dies ist besonders dann der Fall, wenn kein Softwareprogramm auf dem Markt erhältlich ist, welches alle individuellen Bedürfnisse des Betriebes abdecken kann. Natürlich darf auch diese Software nicht kopiert und weiterveräußert werden. Wer sich nicht sicher ist, ob er eine Software kopieren darf, der sollte vorab eine diesbezügliche Rechtsauskunft einholen. Eine Info zur Software gibt es in der Regel auch beim Hersteller direkt oder auf dessen Homepage. So lässt sich schnell herausfinden, ob es sich bei dem angebotenen Produkt um eine Freeware-Version handelt, oder ob hier nicht doch ein Produkt zunächst gekauft werden muss.

Ein Vertrag stellt – egal in welcher Form und ob im privaten oder geschäftlichen Bereich – stets ein Abkommen zwischen mindestens zwei Personen oder Parteien dar. Gerade deshalb birgt die Vertragsgestaltung auch immer ein gewisses Konfliktpotenzial. Handelt es sich um einen Vertrag für finanzielle Belange, ist besondere Vorsicht geboten, da bei eventuellen Diskrepanzen oder Missverständnissen schnell hohe finanzielle Aufwände für eine der Vertragsparteien entstehen. Man kommt im Alltag nicht umhin, Verträge abzuschließen. Das beginnt beim Arbeitsvertrag und reicht über finanzielle Abkommen für einen Kredit oder die Anlage in Festgeld bis hin zum Mietvertrag. In vielen Fällen besteht ein vorgefertigter Vertrag, der vom Anbieter der Ware oder der Dienstleistung bereitgestellt wird und vom Kunden zu unterzeichnen ist. In der Vertragsgestaltung gibt es also wenig Spielraum, da diverse Konditionen und Rahmenbedingungen bereits von vornherein gegeben sind und es diese zu akzeptieren und von beiden Parteien einzuhalten gilt. Im besten Fall geht der Vertragsunterzeichnung ein Beratungsgespräch voraus, in dem die einzelnen Punkte besprochen und eventuelle Unstimmigkeiten geklärt werden. Im privaten Bereich oder auch bei Kreditverträgen mit Privatpersonen kommen oft etwas freier gehaltene Verträge zustande, da eine gewisse Vertrauensbasis und Flexibilität vorhanden ist. Eine solche Vertragsgestaltung bietet weniger Konfliktpotenzial während der Übereinkunft, vermag aber gerade aus diesem Grund später zu Konflikten führen, weil die Bedingungen nicht genau genug niedergelegt wurden. Beide Parteien sollten den Vertrag gründlich durchlesen und durchaus nachfragen, wenn etwas nicht verstanden wird oder nicht zusagt. Gibt es hinterher doch Probleme, lässt sich ein unbeteiligter Dritter als Schlichter einsetzen. Es bietet sich im gewerblichen Bereich an, einen Anwalt zurate zu ziehen, wenn es um die Vertragsgestaltung oder zu einem späteren Zeitpunkt um die Konfliktlösung geht. Beamtendeutsch wird Laien häufig etwas überfordern und hinter diversen Klauseln verbirgt sich mehr, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Professionelle Hilfe ist daher notwendig.

Wo sind die rechtlichen Grundlagen der Privathaftpflichtversicherung festgelegt? Das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) regelt alle Belange rund um Versicherungsverträge. In 99 Paragrafen sind hier die rechtlichen Vorschriften, die für alle Versicherungen gelten, dargestellt. In weiteren 109 Paragrafen folgen die Bestimmungen für die einzelnen Versicherungen. Für die Privathaftpflichtversicherung sind die Paragrafen 100 bis 124 relevant, welche die Leistung, den Fälligkeitsanspruch, das Kündigungsrecht und viele weitere Aspekte bis ins Detail erläutern. Die private Haftpflichtversicherung zählt, obwohl der Abschluss freiwillig ist, zu den wichtigsten Versicherungen, die man eigentlich auch haben muss. Sie tritt dann ein, wenn durch eigenes Handeln einem Dritten ein Schaden entsteht, sofern dieser Schaden durch eine Verletzung der Sorgfaltspflicht oder durch eine Erhöhung der Gefährdung für andere resultiert, also durch grobe Fahrlässigkeit entstanden ist. Ein Nebeneffekt der Haftpflichtversicherung ist der passive Rechtsschutz, der dadurch gewährleistet wird, dass die Versicherung Schadensfälle überprüft und so entscheidet, ob die Ansprüche von Dritten gegenüber dem Versicherungsnehmer gerechtfertigt sind. Ist man noch nicht im Besitz einer privaten Haftpflichtversicherung kann man eine günstige Privathaftpflichtversicherung online finden.

Was ist in der privaten Haftpflichtversicherung abgesichert, was nicht?

Wichtige Grundlage für das Greifen der privaten Haftpflichtversicherung ist der private Rahmen, in der ein Schadenfall entstanden ist. Nicht abgesichert sind Schäden, die im Rahmen des ausgeübten Berufes, einer Vereinstätigkeit oder einer sonstigen ehrenamtlichen Tätigkeit entstehen. Es handelt sich also um eine Versicherung, welche die Risiken des typischen Alltagslebens abdeckt. Nicht inbegriffen sind Schäden, die durch die Nutzung eines Fahrzeuges entstehen. Hierfür muss eine zusätzliche Kfz-Versicherung abgeschlossen werden. Ebenso sind Schäden durch die Tierhaltung und das Jagen nicht über die private Haftpflichtversicherung abgedeckt. Eine wichtige Zusatzleistung, die gegen einen Aufpreis abgesichert werden kann, ist die sogenannte Ausfalldeckung. Da der Besitz einer privaten Haftpflichtversicherung freiwillig ist, besitzen auch nur 67 Prozent der Menschen in Deutschland diese Versicherung. Wird man durch jemanden geschädigt, der diese Versicherung nicht besitzt und kein Geld hat, um den Schaden zu begleichen, bleibt der Schaden häufig unbezahlt. Mit Ausfalldeckung übernimmt die eigene Versicherung den Schaden, der durch einen zahlungsunfähigen Dritten entsteht.

Fast jeder Nachbarschaftstreit, der im Garten beginnt dreht sich um Bäume oder Sträucher, die einen Schatten auf das Nachbargrundstück werfen oder um Lichtquellen, die nebenan an störend empfunden werden. Natürlich hat jeder Mensch ein Recht auf Licht, doch hier gelten Regeln, die auch Einschränkungen vorsehen. Wenn Nachbars Bäume dafür sorgen, dass weder Mittags- noch Abendsonne das eigene Grundstück im Sommer erreichen können, ist das nicht nur unangenehm, sondern beschäftigte sogar den Gesetzgeber, der sich dazu im ABGB (Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch) in einem Absatz zum Nachbarschaftrecht äußert. Doch nicht nur zu wenig Licht, sondern auch zu viel Licht kann für Ärger sorgen, denn wenn die Garagenbeleuchtung im Haus gegenüber die Nacht zum Tag macht, fühlen sich die Nachbarn um ihr Recht auf Ruhe betrogen. Was zu Beginn nach einer kleinen Meinungsverschiedenheit aussieht, kann sich schnell zu einem Streit vor Gericht auswachsen und wer den vermeiden möchte, sollte wissen was erlaubt ist und was nicht.

Unzumutbarkeit und außergerichtliche Einigungsversuche

Das Nachbarschaftsrecht sieht vor allem bei extremen Beeinträchtigungen einen klaren Handlungsrahmen für Betroffene. Braucht man im Raum auch tagsüber Licht, weil der Baum des Nachbarn die Sonne verdeckt oder erhält die Terrasse nur vormittags eine Stunde Sonne, weil der Baumbestand des Nachbarn auch hier große Schatten wirft, so kann sich jeder Hausbesitzer dagegen wehren. Unzumutbarkeit liegt in diesen Fällen garantiert vor und eigens eingerichtete Schlichtstellen sollen dafür sorgen, dass außergerichtliche Lösungen gefunden werden können. Stört die Garagenbeleuchtung den Nachbarn, so sollte man sich fragen, ob hier wirklich ein großer Streit entstehen muss, oder die helle Leuchte nicht gegen Leuchtstofflampen von der leuchtenzentrale.de mit geringerer Lichtstärke getauscht werden können. Oft reicht bereits der Austausch des Leuchtmittels um den Blendfaktor verschwinden zu lassen und ein gut eingestellter Bewegungsmelder kann zusätzlich für Akzeptanz sorgen.